Besuch im Mazda-Werk Hiroshima

Im Mai waren wir im Urlaub in Japan unterwegs und haben dort u.a. das Mazda-Werk in Hiroshima besucht.
Dies bot sich sehr gut an, da wir sowieso auf dem Weg von Fukuoka nach Kyoto durch Hiroshima durch mussten.

Wer schon einmal eine Werksbesichtigung bei einem deutschen Automobilbauer mitgemacht hat, kommt i.d.R. mit recht hohen Erwartungen an das Gebotene dort an.
Ich hatte z.B. schon einmal die Möglichkeit, das Audi-Werk Neckarsulm, sowie die Autostadt in Wolfsburg zu besichtigen. Dort bekam man sehr viel vom eigentlichen Automobilbau zu sehen.
Der obligatorische Besuch im Audi, bzw. VW-Shop am Ende der Werksführung ermöglichte einem dazu noch, sich für unmengen von Geld mit Gimmicks und Accessoires der Marke einzudecken.

Ganz anders war es bei Mazda.
Im Headquarter angekommen, das recht gut mit der Bahn zu erreichen ist, warteten wir in der Empfangshalle nach Erhalt unserer Besucherausweise auf den Bus, der uns zu dem auf dem Werksgelände befindlichen Mazda-Museum bringen sollte. In der Zwischenzeit durfte man hier die ausgestellten Fahrzeugen begutachten. Neben dem brandneuen CX-3, dem 2er, 3er und 6er war ebenfalls noch ein CX-5 mit von der Partie. Ja richtig, das war’s!

Kein MX-5! Kein ND!

Obwohl dieser doch schon für den japanischen Markt vorgestellt war. Auf die Frage nach einem aktuellen Prospekt zum ND, bekam ich leider zur Antwort, dass derzeit nur Prospekte vom NC verfügbar wären. Da hab ich mal nicht schlecht gestaunt. Wollen die den Neuen nicht verkaufen??? Später hörte ich allerdings, dass der ND offiziell erst 3 Tage nach unserem Besuch zum Verkauf in Japan verfügbar war. Scheinbar habe man deswegen noch keine Prospekte und kein Ausstellungsfahrzeug parat gehabt.

Nun gut. Irgendwann traf dann auch der Bus ein und wir fuhren über das halbe Werksgelände in Richtung Mazda-Museum. Viel zu sehen gab es auf dem Weg jedoch nicht. Ein paar große Hallen, den Ein oder Anderen CX-3, das war’s. Am Museum angekommen keimte wieder etwas Hoffnung auf, evtl. doch mal in einem ND Platz nehmen zu können. Es gab einen Ausstellungsraum mit aktuellen Fahrzeugen. Aber auch hier Fehlanzeige! CX-3 und Mazda 3. Des Weiteren wurden wir auf ein paar Stühlen im hinteren Bereich der Eingangshalle, mit Blick auf eine Luftaufnahme des Werksgeländes und einer Leinwand geparkt. Dort wurde uns dann kurz das Werksgelände erklärt und anschließend durften wir uns einen Film über Mazda ansehen. Ganz nett.

Nun wurde es aber langsam interessant. Wir wurden in die „heiligen Hallen“ geführt. Vorbei an einigen Displays, auf denen die wichtigsten Meilensteine der Mazda-Geschichte gezeigt wurden, ging es dann schon direkt zu meinen eigentlichen Highlights. Dem Cosmo Sport und dem NA. Der Cosmo ist natürlich ein absoluter Hingucker! Sieht man nicht alle Tage. Der NA stand da in einem Top-Zustand. Gut, der rote Lack hatte Wohl ein paar Kratzer vom Staubwischen, aber ansonsten absoluter Neuwagenzustand. Ist ja auch kein Wunder., der MX mit der Produktionsnummer 2 hat ja auch nur 15km auf der Uhr. Neben den beiden Schätzchen gab es auch noch weitere Raritäten zu sehen, so z.B. der rote Cosmo, die beiden RX-7 oder auch der AZ-1.

Nächster Stop war die Motorenabteilung. Hier lag der Fokus ganz deutlich auf dem Wankelmotor, dem Alleinstellungsmerkmal der Marke, wobei im Moment leider kein Fahrzeug mit Wankelmotor mehr im Programm ist. Jedoch sei man derzeit an einem Wasserstofffahrzeug mit Wankelmotor am Arbeiten, wobei ich mir einen Erfolg eines solchen Fahrzeugs nicht wirklich vorstellen kann.

Weiter gings in die Produktionshalle. Leider durften ab hier keine Fotos mehr gemacht werden. Zu sehen bekamen wir 2 Produktionsbänder, auf denen abwechslend MX-5 ND (Ja richtig, ich hab dann doch den Ein oder Anderen zu Gesicht bekommen) und CX-3 montiert wurden. Genauer gesagt wurden hier die Dashboards, Teppiche und Frontscheiben eingesetzt. Das Ganze war recht interessant anzusehen, entsprach meiner Meinung nach dem aktuellen Stand der Serienproduktion, wie ich es auch bei Audi zu sehen bekam.

Und schon ging es auch wieder weiter in die vorletzte Halle des Museums. Dort wurde anhand des CX-5 der Produktionsablauf vom Tonmodell bis hin zum Zusammenbau und Crashtests der Fahrzeuge dargestellt. Zu guter Letzt durften wir dann auch noch einige Prototypen sehen. Hauptsächlich handelte es sich hierbei um Technologieträger, die äußerlich nicht so interessant waren, allerdings technisch begeistern konnten, wie z.B. ein Elektrofahrzeug auf Basis des letzten Mazda 2. Ein optischer Kracher war die Designstudie für das Kodo-Design, die als Vorbild für den aktuellen Mazda 6 diente.

So, und das war es im Grunde auch schon. Zum Schluss wurden wir wieder in die Empfangshalle geführt, wo wir am Merchandise-Shop noch Accessoires kaufen konnten. Der Merchandise-Shop bestand hier aus einem Regal mit ein paar T-Shirts und Mützen – mehr nicht… Etwas enttäuscht davon, dass ich weder in einem ND Platz nehmen durfte, noch ein Modellauto von einem weißen NA erwerben konnte, ging es dann per Bus auch wieder zurück zum Werkseingang. Glücklicherweise entdeckte ich dort auf einem öffentlichen Parkplatz einen ND. Der stand dort einfach so rum! Also gleich hin und mir den Kleinen mal angesehen. Erster Eindruck: Mann, ist der klein. Das Heck wirkt sehr kurz. Aber das Gesamtbild gefiel mir sehr sehr gut! Ein super schicker Wagen. Jetzt fehlt nur noch die Probefahrt. Aber die wird es in den nächsten Monaten auch noch geben.

Und hier die Bilder von unserem Besuch im Mazda Museum Hiroshima.

By | 2015-06-07T19:11:30+00:00 Juni 7th, 2015|MX-5|0 Comments

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